Für wen ist eine IVF geeignet? Ein Leitfaden Schritt für Schritt

Für Paare, die sich ein Kind wünschen, aber nicht schwanger werden, ist die In-vitro-Fertilisation (IVF) heute eine der wirksamsten Methoden der assistierten Reproduktion. Doch für wen genau kommt sie infrage, und wie läuft sie ab? In diesem Beitrag erkläre ich die wichtigsten Schritte in einfachen Worten.

Was ist eine IVF?

Bei der IVF werden Eizellen der Frau und Samenzellen des Mannes im Labor zusammengebracht. Gesunde Embryonen, die dabei entstehen, werden anschließend in die Gebärmutter übertragen. Ziel sind Befruchtung und Einnistung – und damit eine gesunde Schwangerschaft. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite zur IVF-Behandlung.

Für wen wird eine IVF empfohlen?

  • Keine Schwangerschaft nach einem Jahr regelmäßigen Versuchens (bei Frauen über 35 nach sechs Monaten)
  • Verschlossene oder geschädigte Eileiter
  • Eisprungstörungen oder eine niedrige Eizellreserve
  • Ausgeprägte männliche Ursache (geringe Spermienzahl oder -beweglichkeit)
  • Endometriose (z. B. Schokoladenzysten)
  • Ungeklärte Kinderlosigkeit
  • Kein Erfolg mit Methoden wie der Insemination (IUI)

Welche Methode passt, wird nach einer gründlichen Untersuchung festgelegt. Jedes Paar ist anders, deshalb wird die Behandlung individuell geplant.

Der Ablauf der IVF Schritt für Schritt

  1. Gespräch und Untersuchungen: Vorgeschichte, Hormonwerte, Ultraschall und Spermiogramm.
  2. Stimulation der Eierstöcke: Über etwa 8–12 Tage helfen Medikamente, mehrere Eizellen heranreifen zu lassen; Kontrolle per Ultraschall.
  3. Eizellentnahme: Reife Eizellen werden in einem kurzen Eingriff unter leichter Sedierung gewonnen.
  4. Befruchtung: Im Labor werden die Eizellen befruchtet, bei Bedarf mit Mikroinjektion (ICSI).
  5. Embryonalentwicklung: Die Embryonen werden drei bis fünf Tage im Labor beobachtet.
  6. Embryotransfer: Ein gesunder Embryo wird schmerzarm in die Gebärmutter übertragen.
  7. Schwangerschaftstest: Etwa zwölf Tage später zeigt ein Bluttest (Beta-hCG) das Ergebnis.

Was beeinflusst den Erfolg?

Das Alter der Frau ist der wichtigste Faktor. Daneben spielen Eizellreserve, Spermienqualität, die Gebärmutter, der Lebensstil sowie die Erfahrung des Teams und die Qualität des Labors eine Rolle. Eine gute Vorbereitung – etwa ein gesundes Körpergewicht und der Verzicht auf Rauchen – kann die Chancen verbessern.

Gut zu wissen

Eine IVF erfordert Geduld und eine gute Begleitung. Stellen Sie Ihre Fragen ohne Scheu und treffen Sie Entscheidungen auf Basis verlässlicher Informationen.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Wenn Sie mehr Informationen zu diesem Thema wünschen, können Sie den WhatsApp- oder Telefon-Button auf dieser Seite nutzen. Jede Situation ist individuell; besprechen Sie Ihren eigenen Fall am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.

Add Your Comment