Die Entstehung von Embryonen durch Befruchtung

Die Entstehung von Embryonen durch Befruchtung

Die Entstehung von Embryonen durch Befruchtung

Einer der entscheidenden Momente jeder IVF-Behandlung ist die Befruchtung – der Augenblick, in dem Eizelle und Samenzelle im Labor zusammenfinden und die Grundlage für einen Embryo gelegt wird. Dieser Vorgang findet unter kontrollierten Bedingungen im embryologischen Labor statt und wird von erfahrenen Fachkräften sorgfältig begleitet.

Zwei Wege der Befruchtung

Für die Befruchtung stehen zwei Verfahren zur Verfügung. Bei der klassischen IVF werden die aufbereiteten Samenzellen gemeinsam mit der Eizelle in eine Nährlösung gegeben, sodass eine Samenzelle die Eizelle auf natürlichem Weg durchdringt. Bei der ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) wird eine einzelne, ausgewählte Samenzelle mit einer feinen Nadel direkt in die Eizelle eingebracht. Welches Verfahren gewählt wird, hängt vor allem von der Samenqualität und der Vorgeschichte des Paares ab.

Die ersten Stunden nach der Befruchtung

Etwa 16 bis 18 Stunden nach dem Zusammenführen wird unter dem Mikroskop überprüft, ob eine Befruchtung stattgefunden hat. Ein Zeichen dafür ist das Auftreten von zwei sogenannten Vorkernen, die das Erbgut von Mutter und Vater enthalten. Erst wenn dieses Merkmal vorliegt, spricht man von einer erfolgreich befruchteten Eizelle.

Die Entwicklung des Embryos

In den folgenden Tagen beginnt sich die befruchtete Eizelle zu teilen. Aus einer Zelle werden zwei, dann vier, acht und mehr. Am fünften bis sechsten Tag kann sich ein sogenanntes Blastozystenstadium bilden, in dem der Embryo bereits eine höhere Zahl an Zellen aufweist. Die Embryonen werden während dieser Zeit im Brutschrank unter gleichbleibenden Bedingungen kultiviert und regelmäßig beurteilt.

Auswahl für den Transfer

Anhand von Teilungsverhalten und Aussehen wird beurteilt, welcher Embryo sich am besten entwickelt. Dieser wird für den Transfer in die Gebärmutter ausgewählt. Nicht jede befruchtete Eizelle entwickelt sich gleich gut – das ist ein natürlicher Vorgang. Geeignete weitere Embryonen können eingefroren werden.

In der Universitätsklinik Biruni wird jeder Schritt der Embryonenentwicklung mit großer Sorgfalt beobachtet, um die Behandlung bestmöglich zu unterstützen.

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