Was ist eine Laparoskopie (geschlossene Methode)?
Die Laparoskopie, auch Bauchspiegelung oder „geschlossene Methode” genannt, ist ein minimalinvasives Operationsverfahren. Statt eines großen Bauchschnitts werden nur wenige kleine Schnitte gesetzt, über die die Instrumente und eine Kamera eingeführt werden. Der Operateur kann so das Innere des Bauchraums auf einem Bildschirm betrachten und gezielt behandeln.
Wie funktioniert das Verfahren?
Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Über einen kleinen Schnitt in der Nähe des Bauchnabels wird eine dünne Optik (Laparoskop) eingeführt. Um mehr Raum und eine bessere Sicht zu schaffen, wird der Bauchraum mit einem harmlosen Gas gefüllt. Über weitere kleine Schnitte werden feine Instrumente eingebracht, mit denen der Eingriff durchgeführt wird.
Bedeutung in der Kinderwunschmedizin
In der Behandlung der Unfruchtbarkeit kommt die Laparoskopie sowohl zur Abklärung als auch zur Behandlung zum Einsatz. Sie ermöglicht die Beurteilung von Eierstöcken, Eileitern und Gebärmutter. Häufige Anwendungsgebiete sind Endometriose, Verwachsungen, Eierstockzysten, Myome sowie die Überprüfung der Eileiter.
Vorteile der geschlossenen Methode
Im Vergleich zur offenen Operation bietet die Laparoskopie mehrere Vorteile: kleinere Narben, in der Regel weniger Schmerzen nach dem Eingriff, ein geringeres Infektionsrisiko und eine meist schnellere Erholung. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts ist häufig kürzer.
Ob eine Laparoskopie sinnvoll ist, wird immer individuell entschieden. In der Universitätsklinik Biruni wägen wir Nutzen und Notwendigkeit eines Eingriffs sorgfältig ab und beraten Sie ausführlich.

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