Die Eizellentnahme (Oocyte Pick-up, OPU)
Die Eizellentnahme – in der Fachsprache Oocyte Pick-up oder kurz OPU genannt – ist einer der zentralen Schritte einer IVF-Behandlung. Dabei werden die zuvor herangereiften Eizellen aus den Eierstöcken gewonnen, um sie im Labor befruchten zu können. Der Eingriff ist kurz, gut planbar und gehört zum Routineablauf einer Kinderwunschbehandlung.

Vorbereitung
Vor der Entnahme werden die Eierstöcke über mehrere Tage hormonell stimuliert, damit mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen. Sobald die Follikel im Ultraschall die passende Größe erreicht haben, wird durch eine sogenannte Auslösespritze der endgültige Reifungsprozess in Gang gesetzt. Der genaue Zeitpunkt der Entnahme wird darauf abgestimmt und erfolgt üblicherweise etwa 34 bis 36 Stunden später.
Wie läuft der Eingriff ab?
Die Eizellentnahme wird in der Regel unter einer leichten Sedierung durchgeführt, sodass die Patientin während des Eingriffs keine Schmerzen verspürt. Mithilfe einer feinen Nadel, die unter Ultraschallkontrolle durch die Scheidenwand geführt wird, wird die Flüssigkeit aus den einzelnen Follikeln vorsichtig abgesaugt. In dieser Flüssigkeit befinden sich die Eizellen, die sofort an das angrenzende Labor weitergegeben werden. Der gesamte Eingriff dauert meist nur etwa 15 bis 20 Minuten.
Nach der Entnahme
Nach einer kurzen Ruhephase kann die Patientin die Klinik in der Regel noch am selben Tag verlassen. Ein leichtes Ziehen im Unterbauch oder eine geringe Schmierblutung können in den ersten Tagen auftreten und sind meist harmlos. Bei starken Schmerzen, Fieber oder ausgeprägten Beschwerden sollte jedoch umgehend Kontakt mit der Klinik aufgenommen werden. Die gewonnenen Eizellen werden noch am selben Tag im Labor befruchtet.
In der Universitätsklinik Biruni achten wir auf einen schonenden Ablauf der Eizellentnahme und eine aufmerksame Betreuung vor, während und nach dem Eingriff.

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