Die Embryokultur ist ein zentraler Schritt jeder IVF-Behandlung. Damit ist die Phase gemeint, in der sich die im Labor befruchteten Eizellen zu Embryonen entwickeln – unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen, bevor der geeignete Embryo in die Gebärmutter übertragen wird.
Von der befruchteten Eizelle zum Embryo
Nach der Befruchtung – häufig durch die Mikroinjektion (ICSI) – beginnt sich die Eizelle zu teilen. Aus einer Zelle werden zwei, dann vier, acht und mehr. Im embryologischen Labor wird diese Entwicklung Tag für Tag beobachtet und dokumentiert.
Die richtige Umgebung schaffen
Embryonen sind sehr empfindlich. In speziellen Brutschränken werden Temperatur, Luftzusammensetzung und der Säuregehalt des Nährmediums konstant gehalten, um eine möglichst natürliche Umgebung nachzubilden. Auch die Zusammensetzung der Nährlösung ist genau auf die jeweilige Entwicklungsphase abgestimmt.
Kultur bis zum Blastozystenstadium
Häufig wird die Entwicklung bis zum sogenannten Blastozystenstadium (etwa Tag 5) abgewartet. In diesem Stadium lässt sich der Embryo mit den besten Entwicklungsmerkmalen leichter erkennen, was die Auswahl für den Transfer erleichtert.
Beobachtung mit moderner Technik
Mithilfe der Time-Lapse-Technologie können die Embryonen kontinuierlich beobachtet werden, ohne sie aus dem Brutschrank zu nehmen. So gewinnt das Team wertvolle Informationen über den Verlauf der Zellteilungen.
Eine sorgfältige Embryokultur schafft günstige Voraussetzungen für den weiteren Behandlungsverlauf. Ein Erfolg lässt sich jedoch nicht garantieren, da die Entwicklung von vielen individuellen Faktoren abhängt. Gerne erläutern wir Ihnen die einzelnen Schritte in einem persönlichen Gespräch.

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