
PRP ist ein Verfahren, das in den letzten Jahren auch in der Reproduktionsmedizin an Bedeutung gewonnen hat. Die Abkürzung steht für „plättchenreiches Plasma“ (englisch: platelet-rich plasma). Dabei wird ein Bestandteil des körpereigenen Blutes genutzt, der reich an Wachstumsfaktoren ist.
Was ist PRP?
Für die Behandlung wird der Patientin eine kleine Menge des eigenen Blutes entnommen. In einer Zentrifuge wird der plättchenreiche Anteil des Plasmas gewonnen. Dieses Plasma enthält Wachstumsfaktoren, die an Reparatur- und Regenerationsvorgängen im Gewebe beteiligt sind.
Wo wird PRP in der IVF eingesetzt?
In der Reproduktionsmedizin wird PRP vor allem in zwei Situationen erprobt: zum einen an der Gebärmutterschleimhaut, wenn diese sich nur unzureichend aufbaut, und zum anderen an den Eierstöcken bei stark verminderter Eierstockreserve. Ziel ist es, das Gewebe anzuregen und die Voraussetzungen für die Behandlung zu verbessern.
Wie läuft die Anwendung ab?
Da das Plasma aus dem eigenen Blut der Patientin gewonnen wird, ist das Verfahren gut verträglich. Das aufbereitete Plasma wird anschließend gezielt in den entsprechenden Bereich eingebracht. Der genaue Ablauf und die Zahl der Anwendungen richten sich nach der individuellen Situation.
Was ist realistisch zu erwarten?
PRP ist ein unterstützendes Verfahren und noch Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Es kann in ausgewählten Fällen sinnvoll sein, stellt aber keine Standardbehandlung für jede Patientin dar und bietet keine Garantie für einen Erfolg. Ob PRP in Ihrem Fall infrage kommt, besprechen wir nach einer sorgfältigen Untersuchung gemeinsam und offen – einschließlich der möglichen Vorteile und Grenzen.


Add Your Comment