Wenn eine IVF-Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg führt, ist das für die betroffenen Paare sehr belastend. Ein erfolgloser Versuch bedeutet jedoch nicht das Ende des Weges. Wichtig ist, die möglichen Ursachen sorgfältig zu prüfen und die weitere Vorgehensweise gezielt anzupassen.
Den bisherigen Verlauf auswerten
Zunächst werten wir den vorangegangenen Zyklus genau aus: Wie haben die Eierstöcke auf die Stimulation reagiert, wie war die Qualität der Eizellen und Embryonen, und wie verlief der Transfer? Aus diesen Informationen ergeben sich oft wichtige Hinweise für die weitere Planung.
Die Gebärmutter genauer untersuchen
Eine gesunde Gebärmutterhöhle ist für die Einnistung entscheidend. Mit Ultraschall und gegebenenfalls einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) lassen sich Polypen, Myome oder Verwachsungen erkennen und behandeln.
Weitere mögliche Abklärungen
Je nach Situation können zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein – etwa der Hormonwerte, der Schilddrüsenfunktion, von Gerinnungs- oder Immunfaktoren sowie eine genetische Abklärung. Auch die Untersuchung der Samenzellen des Partners wird bei Bedarf erneut betrachtet.
Die Behandlung individuell anpassen
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird das Behandlungskonzept angepasst. Dazu können ein verändertes Stimulationsschema, die verlängerte Kultur der Embryonen bis zum Blastozystenstadium, das Einfrieren mit späterem Transfer in einem gut vorbereiteten Zyklus oder – bei entsprechender Indikation – eine genetische Untersuchung der Embryonen gehören.
Geduld und Begleitung
Jeder Weg verläuft individuell, und ein Erfolg lässt sich nicht garantieren. Eine gründliche Ursachensuche, eine angepasste Strategie und eine einfühlsame Begleitung verbessern jedoch die Voraussetzungen für den nächsten Schritt. Gerne besprechen wir mit Ihnen in Ruhe, welche Möglichkeiten in Ihrer Situation infrage kommen.

Add Your Comment