
Manchmal sammelt sich in einem verschlossenen Eileiter Flüssigkeit an. In der Fachsprache wird dies als Hydrosalpinx bezeichnet. Dieser Befund kann sich ungünstig auf eine IVF-Behandlung auswirken und sollte daher vorab beachtet werden.
Wie entsteht eine Hydrosalpinx?
Ist ein Eileiter durch frühere Entzündungen, Verwachsungen oder Operationen verschlossen, kann sich darin Flüssigkeit stauen. Häufig verursacht dies kaum Beschwerden und wird erst im Rahmen der Kinderwunschabklärung, etwa im Ultraschall oder bei einer Eileiterdarstellung, entdeckt.
Warum kann sie die IVF beeinträchtigen?
Die gestaute Flüssigkeit kann in die Gebärmutterhöhle zurückfließen und dort die Umgebung stören, in die sich der Embryo einnisten soll. Dadurch können die Einnistung erschwert und die Erfolgsaussichten der Behandlung verringert werden.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Wird vor der IVF eine Hydrosalpinx festgestellt, wird häufig empfohlen, den betroffenen Eileiter vorab zu behandeln. Je nach Situation kann der Eileiter minimalinvasiv entfernt oder von der Gebärmutter abgetrennt werden, damit keine Flüssigkeit mehr zurückfließt. Studien zeigen, dass sich die Aussichten der IVF dadurch verbessern lassen.
Individuelle Entscheidung
Ob und welche Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Befund, vom Zustand des zweiten Eileiters und von der Gesamtsituation ab. Diese Entscheidung wird immer gemeinsam und nach sorgfältiger Abklärung getroffen.
Eine Garantie für den Behandlungserfolg gibt es nicht, doch die rechtzeitige Behandlung einer Hydrosalpinx schafft günstigere Voraussetzungen für die IVF. Gerne beraten wir Sie zu Ihrer persönlichen Situation.

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