Insemination (intrauterine Insemination)

Viele Paare mit Kinderwunsch fragen sich, ob für sie eine Insemination oder eine IVF-Behandlung sinnvoll ist, wie die beiden Methoden ablaufen und wie hoch die Chancen auf eine Schwangerschaft sind. Die Insemination ist ein Verfahren der assistierten Reproduktion für Paare, bei denen auf natürlichem Weg keine Schwangerschaft eintritt. Führt sie nicht zum Erfolg, kann nach entsprechender Abklärung eine IVF-Behandlung geplant werden. Welche Methode infrage kommt, wird nach den notwendigen Untersuchungen individuell entschieden.

Insemination und IVF

VACCINATION (İntrauterin İnseminasyon) Treatment

Paare mit Kinderwunsch möchten verständlicherweise wissen, welche Behandlung für sie geeignet ist und was sie davon erwarten können. Ob eine Insemination oder eine IVF sinnvoll ist, hängt von den Ergebnissen der Voruntersuchungen ab. Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte beider Verfahren verständlich erläutert.

Für welche Paare kommt die Insemination infrage?

Damit eine Insemination sinnvoll ist, sollten die Eileiter durchgängig, die Gebärmutterhöhle unauffällig und ein Eisprung vorhanden sein. Häufig wird sie bei ungeklärter Unfruchtbarkeit oder bei leicht eingeschränkten Spermienwerten eingesetzt. Bei einem ausgeprägten männlichen Faktor mit sehr niedriger Spermienzahl oder starken Formveränderungen sowie bei stark geschädigten oder verschlossenen Eileitern ist die Insemination in der Regel nicht erfolgversprechend.

Intrauterine Insemination (IUI)

Aşılama ve Tüp Bebek

Bei der intrauterinen Insemination werden im Labor aufbereitete, gut bewegliche Spermien mit einem dünnen Katheter direkt in die Gebärmutter eingebracht, sodass sie den Weg zur Eizelle leichter finden. Sie kommt vor allem bei ungeklärter Unfruchtbarkeit und bei bestimmten Auffälligkeiten der Spermienwerte zum Einsatz. Voraussetzung sind durchgängige Eileiter.

Die Insemination kann im natürlichen Zyklus erfolgen oder mit einer leichten hormonellen Stimulation vor dem Eisprung. Während im natürlichen Zyklus meist eine einzelne Eizelle heranreift, sind bei stimulierten Zyklen etwa zwei bis drei reife Follikel ideal. Reifen vier oder mehr Eizellen heran, steigt das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft – in diesem Fall wird das weitere Vorgehen gemeinsam mit dem Paar besprochen.

Schritt für Schritt

Vor Behandlungsbeginn werden beide Partner untersucht. Beim Mann steht das Spermiogramm im Vordergrund. Bei der Frau werden unter anderem Hormonwerte wie das Anti-Müller-Hormon (AMH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH) bestimmt, die Hinweise auf die Eizellreserve geben; außerdem erfolgen eine körperliche Untersuchung und ein vaginaler Ultraschall. Auch die Krankengeschichte wird besprochen.

Der Eingriff selbst ist kurz und in der Regel schmerzarm. Aufstehen oder Bewegung kurz danach beeinträchtigen die Chancen nicht. In manchen Fällen wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen inseminiert, meist genügt jedoch eine gut getimte Insemination pro Zyklus.

Nach der Insemination

Etwa eine Woche nach dem Eisprung wird häufig der Progesteronwert bestimmt. Bei einigen Frauen kann eine zusätzliche Hormonunterstützung (zum Beispiel mit Progesteron) sinnvoll sein, um die Gebärmutterschleimhaut auf eine Schwangerschaft vorzubereiten – dies gilt besonders bei wiederholten Fehlgeburten. Rund zwei Wochen nach der Insemination zeigt ein Bluttest, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist.

Wann wird die Insemination bevorzugt?

Die IUI ist oft der nächste Schritt, wenn zeitlich abgestimmter Geschlechtsverkehr über mehrere Zyklen nicht zum Erfolg geführt hat oder eine ungeklärte Unfruchtbarkeit vorliegt. Die Schwangerschaftsrate liegt bei etwa 10 bis 15 Prozent pro Zyklus. Bei verschlossenen Eileitern, ausgeprägter Endometriose, durchgemachten Beckenentzündungen oder sehr niedriger Spermienzahl ist sie meist nicht geeignet – hier wird häufig direkt zur IVF geraten.

Wie lassen sich die Erfolgsaussichten verbessern?

Eine sorgfältige Diagnostik und die richtige Auswahl der Paare sind entscheidend. Nach Berücksichtigung von Alter, Dauer des Kinderwunsches und einem möglichen männlichen Faktor wird das passende Vorgehen gewählt. Auch die richtige Technik und ein exaktes Timing, die Erfahrung erfordern, spielen eine wichtige Rolle. Die meisten Schwangerschaften treten in den ersten Versuchen ein: Ein großer Teil gelingt bereits in den ersten drei bis vier Zyklen. Da weitere Wiederholungen die Erfolgsrate kaum noch steigern, wird danach in der Regel eine IVF-Behandlung empfohlen.

Worin unterscheiden sich Insemination und IVF?

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei der Insemination aufbereitete Spermien direkt in die Gebärmutter eingebracht werden, während bei der IVF die Befruchtung außerhalb des Körpers im Labor stattfindet und anschließend der entstandene Embryo übertragen wird. Bei der Insemination erfolgt die Befruchtung also auf natürlichem Weg im Körper der Frau.

Wann kommt die IVF zum Einsatz?

Bei der IVF werden Eizellen entnommen, im Labor mit den Spermien befruchtet und der Embryo anschließend in die Gebärmutter übertragen. Sie kommt insbesondere infrage bei verschlossenen Eileitern, ausgeprägten Verwachsungen durch Endometriose, stark eingeschränkter Spermienzahl und -qualität, immunologisch oder hormonell bedingter Unfruchtbarkeit, bei ungeklärtem Kinderwunsch sowie wenn andere Behandlungen nicht zum Ziel geführt haben. Auch bei bestimmten Erbkrankheiten kann sie in Kombination mit einer genetischen Untersuchung sinnvoll sein.

Individuelle Beratung

Welche Behandlung im Einzelfall die richtige ist und wie der Ablauf gestaltet wird, lässt sich erst nach den notwendigen Untersuchungen und einem persönlichen Gespräch festlegen. An der Universitätsklinik Biruni werden Diagnostik und Behandlung individuell und einfühlsam auf jedes Paar abgestimmt.