Können Myome eine IVF-Behandlung verhindern?

Können Myome eine IVF-Behandlung verhindern?

Myome sind gutartige Muskelknoten der Gebärmutter und kommen bei Frauen im gebärfähigen Alter häufig vor. Viele Patientinnen fragen sich, ob solche Knoten einer IVF-Behandlung im Weg stehen. Die Antwort hängt vor allem von Lage und Größe der Myome ab.

Nicht jedes Myom ist ein Hindernis

Viele Myome verursachen keine Beschwerden und beeinträchtigen die Fruchtbarkeit nicht. Entscheidend ist, wo genau der Knoten sitzt. Kleine Myome in der äußeren Wandschicht stören die Behandlung meist nicht.

Auf die Lage kommt es an

Problematisch sind vor allem Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen (submuköse Myome), da sie die Einnistung des Embryos stören können. Auch größere Knoten in der Gebärmutterwand können die Form der Höhle verändern und die Erfolgsaussichten mindern. Myome an der Außenseite der Gebärmutter beeinflussen die Einnistung dagegen in der Regel kaum.

Untersuchung vor der Behandlung

Mit Ultraschall und bei Bedarf einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) lässt sich genau beurteilen, ob ein Myom die Gebärmutterhöhle beeinträchtigt. So kann vor Beginn der IVF entschieden werden, ob eine Behandlung des Myoms sinnvoll ist.

Wann ist eine Entfernung sinnvoll?

Ragt ein Myom in die Gebärmutterhöhle oder ist es sehr groß, kann eine operative Entfernung vor der IVF die Erfolgsaussichten verbessern. Diese Entscheidung wird immer individuell getroffen und gegen mögliche Risiken abgewogen.

Ein Myom bedeutet also nicht automatisch, dass eine IVF-Behandlung nicht möglich ist. Nach einer sorgfältigen Untersuchung lässt sich der passende Weg planen. Eine Garantie für den Behandlungserfolg gibt es nicht, doch eine gut vorbereitete Gebärmutter schafft günstige Voraussetzungen. Gerne beraten wir Sie zu Ihrer persönlichen Situation.

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