IVF-Behandlung

Was ist eine IVF-Behandlung?

Die IVF-Behandlung (In-vitro-Fertilisation) ist eine Methode der assistierten Reproduktion für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Sie kommt vor allem dann infrage, wenn auf natürlichem Weg keine Schwangerschaft eintritt. Dabei werden Eizelle und Samenzelle im Labor zusammengeführt und der entstandene Embryo anschließend in die Gebärmutter übertragen.

Die IVF zählt heute zu den am häufigsten angewandten Behandlungen bei unerfülltem Kinderwunsch. Sie kann in vielen Situationen helfen – etwa bei verschlossenen Eileitern, eingeschränkter Spermienqualität, durchgemachten Infektionen oder wenn das Alter der Frau eine Rolle spielt. Ziel ist es, Eizellen und Spermien im Labor zusammenzubringen, um eine Befruchtung zu ermöglichen.

Kostenloses Vorgespräch

In einem ersten, unverbindlichen Vorgespräch bespricht Ihr Arzt mit Ihnen den passenden Behandlungsweg. Je nach persönlicher Situation werden der optimale Zeitpunkt, das individuelle Vorgehen und die einzelnen Schritte der Behandlung ausführlich erläutert.

Das IVF-Team

İstanbul Acıbadem International IVF TREATMENT TEAM

Vom ersten Tag an begleiten Prof. Dr. Murat Arslan und das IVF-Team Sie durch die notwendigen Untersuchungen und die gesamte Behandlung. An der Universitätsklinik Biruni arbeitet ein erfahrenes Team, das jeden Schritt gemeinsam mit Ihnen geht und jedes Paar individuell und mit der nötigen Diskretion betreut.

Persönliche Betreuung und Teamverständnis

Der Behandlungsplan richtet sich nach Ihrem Alter, der Dauer des unerfüllten Kinderwunsches und Ihren bisherigen Erfahrungen. Bei jedem Schritt erklären wir Ihnen, was geschieht, und sprechen offen über die realistischen Erfolgsaussichten der jeweiligen Behandlung. Zu Beginn erhalten Sie außerdem eine ausführliche Einweisung durch Koordinatoren und Pflegekräfte.

Die Phasen der IVF-Behandlung

Phasen der IVF-Behandlung
Phasen der IVF-Behandlung

Die IVF-Behandlung gliedert sich im Wesentlichen in fünf Schritte:

  1. Stimulation der Eierstöcke und Kontrolle
  2. Entnahme der Eizellen
  3. Befruchtung und Entstehung der Embryonen
  4. Entwicklung der Embryonen
  5. Embryotransfer

Schritt 1: Stimulation der Eierstöcke und Kontrolle

Grundlage der Behandlung ist die Heranreifung mehrerer Eizellen. Dazu werden die Eierstöcke mit Hormonen stimuliert und die Entwicklung der Follikel regelmäßig per Ultraschall kontrolliert. Sobald die Eizellen ausreichend gereift sind, wird mit einer letzten Spritze die abschließende Reifung ausgelöst.

Schritt 2: Entnahme der Eizellen

Die Eizellentnahme erfolgt etwa 36 Stunden nach dieser letzten Spritze. Der Eingriff wird in einem leichten Dämmerschlaf oder unter kurzer Vollnarkose durchgeführt und ähnelt einer vaginalen Ultraschalluntersuchung. Über eine feine Nadel am Ultraschallgerät werden die Eizellen aus den Eierstöcken gewonnen. Der Eingriff dauert im Schnitt etwa 30 Minuten. Nach einer kurzen Ruhephase von zwei bis drei Stunden können Sie die Klinik wieder verlassen.

Schritt 3: Befruchtung und Entstehung der Embryonen

Am Tag der Entnahme werden die reifen Eizellen mit den Spermien zusammengebracht. Bei ausreichender Spermienqualität kann die Befruchtung auf natürlichem Weg im Labor erfolgen. Ist dies unwahrscheinlich, kann ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle injiziert werden – dieses Verfahren wird als intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) bezeichnet und kann die Befruchtungschancen erhöhen.

Schritt 4: Entwicklung der Embryonen

Nach der Befruchtung beginnen sich die Zellen zu teilen, und es entsteht ein Embryo. Die weitere Entwicklung erfolgt in speziellen Brutschränken und wird vom Team engmaschig beobachtet. Über etwa fünf Tage teilen sich gesunde Embryonen weiter. Bei einem erhöhten Risiko für erbliche Erkrankungen kann eine Präimplantationsdiagnostik (PID) sinnvoll sein. Dabei wird dem Embryo einige Tage nach der Befruchtung eine Zelle entnommen und auf mögliche genetische Erkrankungen untersucht. So lässt sich das Risiko verringern, bestimmte Erbkrankheiten an das Kind weiterzugeben.

Schritt 5: Embryotransfer

Vor dem Embryotransfer – dem letzten Schritt der Behandlung – werden Sie über Zahl und Qualität der zu übertragenden Embryonen informiert. Der Transfer in die Gebärmutter erfolgt in der Regel drei bis fünf Tage nach Entnahme und Befruchtung. Dabei setzt der Arzt den Embryo mithilfe eines dünnen Katheters in die Gebärmutter ein. Nistet sich der Embryo in der Gebärmutterschleimhaut ein, ist eine Schwangerschaft entstanden.

Werden mehrere Embryonen übertragen, kann dies zu Mehrlingsschwangerschaften führen. Wie viele Embryonen übertragen werden, hängt vom Alter der Frau und weiteren Faktoren ab und wird individuell entschieden. Nicht verwendete Embryonen können eingefroren und zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden.