Denudation (Vorbereitung der Eizellen)
Die Denudation ist ein wichtiger Arbeitsschritt im embryologischen Labor einer IVF-Behandlung. Der Begriff bezeichnet das vorsichtige Entfernen der Zellschicht, die die frisch entnommene Eizelle umgibt. Erst nach diesem Schritt lässt sich die Eizelle genau beurteilen und für die Befruchtung mittels intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) vorbereiten.
Warum ist dieser Schritt notwendig?
Nach der Eizellentnahme ist jede Eizelle von einer Hülle aus sogenannten Kumuluszellen umgeben. Diese Zellen spielen bei der natürlichen Reifung eine wichtige Rolle, verdecken jedoch die Eizelle. Für die ICSI muss die Samenzelle direkt in die Eizelle eingebracht werden – dafür muss die Eizelle frei liegen. Zudem lässt sich erst nach der Denudation zuverlässig beurteilen, ob eine Eizelle den erforderlichen Reifegrad erreicht hat.
Wie läuft die Denudation ab?
Die Vorbereitung erfolgt durch erfahrene Embryologen unter dem Mikroskop. Zunächst werden die umgebenden Zellen mit Hilfe eines speziellen Enzyms vorsichtig gelockert. Anschließend wird die Eizelle mit feinen Pipetten behutsam von den restlichen Zellen befreit. Dieser Vorgang erfordert große Sorgfalt, da die Eizelle sehr empfindlich ist.
Beurteilung der Reife
Nach der Denudation wird jede Eizelle unter dem Mikroskop beurteilt. Nur reife Eizellen sind für die Befruchtung geeignet. Die Zahl der reifen Eizellen ist ein wichtiger Anhaltspunkt für das weitere Vorgehen im Labor.
Die Denudation zeigt beispielhaft, wie viel sorgfältige Laborarbeit hinter einer IVF-Behandlung steht. In der Universitätsklinik Biruni legen wir größten Wert auf höchste Sorgfalt in jedem Schritt des embryologischen Labors.

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